Smartwatch vs. Fitnesstracker

 

Wer kann was und was nicht?

Von J. Scharpenberg

 

Man sieht sie an immer mehr Handgelenken: Smartwatches und Fitnesstracker. Wer sich so ein Wearable zulegen möchte, beschäftigt sich oft lange mit Vergleichen. Jedes Modell hat seine Vorzüge – sei es ein starker Akku, ein tolles Design oder bestimmte Funktionen. Doch wo liegen die allgemeinen Unterschiede zwischen den bekannten Smartwatches und den meist kostengünstigeren Fitnesstrackern? Wir haben die Funktionen von Smartwatch und Fitnesstracker verglichen.

 

Smartwatch vs. Fitnesstracker

Jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile: Der Fitnesstracker ist im Vergleich zur Smartwatch sehr einfach gehalten.

 

Die Smartwatch

Samsung Galaxy Watch Active 2

 

Beginnen wir mit dem ultimativen Wearable: Die Samsung Galaxy Watch Active 2 ist aktuell eine der teuersten Smartwatches auf dem Markt. Das liegt wohl in erster Linie am Markennamen. Ich persönlich habe lange und viele Smartwatches verglichen und überlegt, bevor ich mich für dieses Modell entschieden habe. Letztlich habe ich aber festgestellt, dass es auch Fitnessarmbänder gibt, die für meine Zwecke genügt hätten – und das zu einem wesentlich kleineren Preis. Aber erstmal zu den wichtigsten Funktionen:

 

Smartwatch vs. Fitnesstracker

Schon auf dem Start-Display kann man sich eine ganze Reihe Infos anzeigen lassen. Ein weiteres Plus: Die unsichtbare, digitale Lünette.

 

Mit der Smartwatch von Samsung können WhatsApp-Nachrichten gelesen und beantwortet werden, sie hat Puls- und Aktivitätssensoren, überwacht den Schlaf und ist dank hoher Wasserdichte auch zum Schwimmen geeignet. Sie hat außerdem Kalender, Wecker, Stoppuhr, Wetter-App und vieles mehr. Auch toll ist die Möglichkeit der Anrufannahme und die Steuerung des Musikplayers, ohne das Handy entsperren zu müssen.

Besonders für sportliche Nutzer sind außerdem die vielen Aktivitäten interessant: Vom Gehen über Yoga und einzelne Fitnessübungen bis hin zum Schwimmen kann alles getrackt werden. Die meisten Aktivitäten werden nach kurzer Zeit der Ausübung sogar automatisch erfasst, ohne dass ein Training gestartet wurde. Das funktionierte im Test zum Beispiel beim Gehen und Laufen einwandfrei. Auch das Schwimmen mit Smartwatch habe ich selbst mehrfach getestet. Die Bahnen werden korrekt gezählt, der Puls wird nebenbei gemessen und am Ende pustet sich die Smartwatch von innen frei. So kann eventuell in die Öffnungen eingedrungenes Wasser keinen Schaden anrichten. Besonders bei solchen Funktionen weiß man, woher der Preis kommt.

 

Der Fitnesstracker

Beurer Active AS 99 Pulse

 

Im Vergleich zur Smartwatch haben Fitnesstracker wie die Beurer Active AS99 Pulse ein wesentlich kleineres Display. Das schränkt etwas ein, wenn man es anders gewohnt ist. Als Einstiegsmodell ist dieser Umstand jedoch nicht der Rede wert. Dafür ist das Menü sehr viel übersichtlicher. Es kann einfach durch Wischen nach oben oder unten durchgeblättert werden. Bei der Galaxy Watch Active gibt es neben dem Hauptmenü noch ein individuell aufrufbares sowie die Schnellauswahl. Da kann man schnell vergessen, wo welche Funktion versteckt ist.

 

Smartwatch vs. Fitnesstracker

Im Vergleich: Das Display des Fitnesstrackers – kein Schnickschnack, nur die wichtigsten Infos.

 

Was die Grundfunktionen betrifft steht dieser Fitnesstracker der Smartwatch aber in nichts nach: Es werden Schritte gezählt und die Schlafaktivitäten aufgezeichnet, er ist dank hoher Wasserdichte zum Schwimmen geeignet und empfängt Benachrichtigungen vom gekoppelten Smartphone. Für das Handy gibt es zudem die App Health-Manager, wo die Aktivitätsaufzeichnungen eingesehen werden können. Bei der Galaxy Watch übernimmt das die App Samsung Health.

Weitere Vorteile eines Fitnesstrackers gegenüber einer Smartwatch: Da sie insgesamt weniger Funktionen bietet, hält der Akku in der Regel deutlich länger. Auch die Ladezeit ist meist kürzer. Zudem ist der Fitnesstracker leichter und dadurch angenehmer zu tragen.

 

Gemeinsame Funktionen auf einen Blick

  • Pulsmessung am Handgelenk durch optischen Sensor
  • Benachrichtigungen über Anrufe, SMS & Messages
  • Bluetooth® zur Übertragung der Daten ans Smartphone
  • Farbiger Touchscreen
  • Aktivitäts- und Schlaftracking
  • Aufzeichnung von Aktivität & Schlaf und Übertragung der Daten ans Smartphone
  • Aktivitätstracking: Anzahl der Schritte, zurückgelegte Strecke, Ermittlung des Kalorienverbrauchs, Aktivitätsdauer und Erreichung des täglichen Bewegungsziels
  • Schlaftracking: Zeichnet die Schlaf-Bewegungsaktivität und Schlafdauer auf
  • Datums-, Uhrzeit- und Akkustandanzeige
  • Bewegungserinnerung / Stoppuhr
  • Weckfunktion: Vibrationsalarm
  • Wasserdicht
  • Freier Download von Software und Health App

 

Fazit

Für Einsteiger genügen Fitnesstracker wie der von Beurer meist aus. Für Fortgeschrittene und die, die bezüglich Funktionen und Design nicht auf das gewisse Extra verzichten möchten, bleibt nur der Vergleich der unterschiedlichen Smartwatches von Apple, Samsung Huawei und Co.

 

Fotos: J. Scharpenberg; Pixabay

 

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