App des Tages: Swim Coach

Personalisiertes Training statt Eintags-Plansch

Von J. Scharpenberg

 

Heute, am 24. Juni, ist der Schwimm-eine-Runde-Tag. Laut Kleiner-Kalender.de wird dieser Tag weltweit gefeiert. Für uns ein Grund, in die Welt der Apps abzutauchen und eine passende Anwendung zu finden.

Warum nur eine Runde schwimmen, wenn ich mir ein ganzes Training erstellen kann? Diese Möglichkeit bietet die App Swim Coach. Die mit 4,4 Sternen bewertete (Stand: 20. Juni 2018) Gesundheits- und Fitness-App ist ohne Altersbeschränkung und kostenlos im App-Store erhältlich. Beim Öffnen schaut einem zunächst nur ein Panda mit Taucherbrille vom Bildschirm entgegen, der aber schnell dem Hauptmenü weicht: Neben einem Einzeltraining und einem kompletten Trainingsplan hat der User die Möglichkeit, all seine Fortschritte in ein Logbuch einzutragen.

Hauptmenü Swim Coach

Übersichtlich und ansprechend gestaltet ist das Hauptmenü der App.

 

Das Einzeltraining

„Erstelle ein Einzeltraining und lege gleich los“, sagt der Swim Coach. Gesagt, getan. Zunächst wähle ich die Distanz, die ich zurücklegen möchte: 1000 Meter. Als nächstes werde ich gefragt, was genau ich trainieren möchte. Ich entscheide mich für die Ausdauer. Auch möglich sind Allround, Atmung und Technik. Das war es schon, mein Einzeltraining wird erstellt.

Einzeltraining Swim Coach

Sind die Ziele gewählt, erstellt die App ein komplettes Training.

Der Plan sieht gut aus, es wurde an alles gedacht: Warm Up, Main Set und Cool Down. Zum Aufwärmen soll ich 200 Meter weit meine Lieblingsübung schwimmen. Es werden sogar Beispiele genannt und auf entsprechende YouTube-Videos verlinkt. Die Idee und die Clips sind klasse! Denn wer weiß als Laie schon, was Fingertip Drag Drill, Superman Drill oder Towfloat Drill sind. Es folgen 500 Meter Brustschwimmen, fünf Intervalle je 100 Meter. „Steigere dein Tempo von 1 auf 4 alle 25 Meter“, rät der Swim Coach. „Deine letzten 25 Meter sollten die schnellsten sein.“ Das klingt für mich als Anfänger etwas anstrengend. Die empfohlenen 20 Sekunden Erholungspause nach jedem Intervall kommen mir also gelegen. Beim Cool Down erhöht sich die Pausenlänge sogar auf 30 Sekunden. Hier soll ich drei Mal 100 Meter „locker Freistil“ schwimmen.

 

Trainingsplan

Das Erstellen des Trainingsplans erfordert ein paar Angaben mehr als beim Einzeltraining. Ich gebe an, wie oft pro Woche ich schwimmen möchte (3x), wieviele Wochen lang (16; wenn schon, denn schon), wie lang die einzelnen Trainings sein sollen (ich wähle 800 bis 1500 Meter), entscheide mich beim Ziel diesmal für Allround und schließe die Voreinstellungen ab.

Trainingsplan Swim Coach

Ganz individuell kann sich jeder Schwimmer einen Trainingsplan erstellen lassen.

Der Panda mit der blauen Taucherbrille präsentiert mir sogleich das Ergebnis: Für die nächsten 16 Wochen bekomme ich für jede Woche drei unterschiedliche Trainingseinheiten vorgelegt. Davon enthält jede – wie im Einzeltraining – eine Aufwärmphase, einen Haupt- und einen Schlussteil. Besonders positiv: Jedes Training sieht anders aus und baut auf dem Vorherigen auf. In der ersten Woche beispielsweise schwimme ich am ersten Tag 800 Meter, am zweiten Tag 1000 und am Dritten 1200 – mit jeweils anderen Übungen und sogar mit empfohlenen Hilfsmitteln wie beispielsweise einem Pull Buoy.

Trainingsplan Swim Coach

Woche für Woche steigern sich die Ziele, Tag für Tag gibt es andere Vorgaben.

 

Trainings-Logbuch

Alle Trainings kann ich schnell und einfach mit anderen Teilen (Whatsapp, Email, usw.) oder nur für mich ins Trainings-Logbuch eintragen. Darin sind nicht nur meine geloggten Trainings einzusehen. Es werden auch verschiedene Ziele aufgelistet, für deren Erreichen ich Auszeichnungen bekommen kann. Alle geschwommenen Distanzen werden zudem in einer Skala zusammengefügt und wer sich die Gold-Version des Swim Coach freikauft, kann sogar seine Schwimmzeiten einsehen und den Fortschritt beobachten.

Logbuch Swim Coach

Neben den persönlichen Trainings gilt es im Logbuch weitere Herausforderungen zu meistern.

 

Swim Coach Gold

Für 2,39 Euro im Monat oder 14,99 Euro im Jahr kann diese Schwimmzeiten-Funktion mit der Gold-Version freigeschaltet werden. Versprochen werden außerdem unter anderem der Zugang zu über 130 Übungen und dem Extra-Trainingsfokus „Speed“-  „für grenzenlose Abwechslung und maximale Trainingseffektivität“. Das jeweilige Abo endet laut Angaben automatisch nach der gewählten Periode.

Das riecht mal nicht nach Abzocke, sondern nach einer tollen App, die auch ohne Zuzahlung bestens funktioniert – besonders ambitionierten Schwimmern dennoch mehr bieten kann. Daumen hoch!

 

Weitere Extras in den Einstellungen

  • Wer mag, kann sich mit seinem Google-Konto in der App anmelden und so seine Schwimmdaten zusätzlich in seiner Cloud sichern.
  • Neben Deutsch ist der Swim Coach auch auf Englisch und Spanisch einstellbar.
  • Ebenso kann das Längenmaß von Meter auf Yards umgestellt werden.
  • In der Gold-Version können außerdem die Schwimmstile individuell voreingestellt und die vorhandene Ausrüstung gewählt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.